Tadalafil FAQ

1. Was ist Cialis?

Cialis ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Erektionsstörungen zugelassen ist. Erektionsstörungen werden im medizinischen Fachjargon auch als erektile Dysfunktion bezeichnet. Symptome dieser Erkrankung sind, dass ein Mann trotz sexueller Stimulation nicht mehr in der Lage ist, eine Erektion zu bekommen beziehungsweise sie für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr lange genug zu halten. Dieses Problem ist insbesondere für den Betroffenen äußerst belastend. Cialis sorgt dafür, dass sich der Penis wieder versteift und auch die Dauer der Erektion verlängert wird, was durch eine Vielzahl von Studien nachgewiesen wurde. Der in Cialis enthaltene Wirkstoff heißt Tadalafil, bei dem es sich um einen Phosphodiesterase-Typ-5-Hemmer handelt, der in der Kurzform auch als PDE-5-Hemmer bezeichnet wird. Dieser Wirkstoff sorgt dafür, dass die Enzyme in ihrer Wirksamkeit gehemmt werden, die für die Erschlaffung des Penis verantwortlich sind, wodurch die Erektion verlängert wird. Auf diese Weise endet für den Betroffenen ein Leidensweg, da ein befriedigendes Sexualleben wieder möglich ist, was sich entlastend auf jede Partnerschaft auswirkt. Der Hersteller von Cialis ist Eli Lilly, bei dem es sich um eines der größten Pharmaunternehmen weltweit handelt, das 1876 in Indianapolis von dem Pharmakollogen Eli Lilly gegründet wurde. Das Unternehmen spendet jährlich mehrere hundert Millionen US-Dollar zu gemeinnützigen Zwecken, unter anderem auch an die Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organization) der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf.

2. Was ist Tadalafil?

Tadalafil ist ebenso wie die Wirkstoffe Sildenafil, Avanafil und Vardenafil ein PDE-5-Hemmer. Alle diese Wirkstoffe haben gemeinsam, dass sie das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5) hemmen, das dafür verantwortlich ist, dass eine Erektion abgebaut wird. Bei einer Dauererektion würde das Gewebe der Schwellkörper aufgrund einer mangelnden Durchblutung absterben. Tadalafil bewirkt, dass es bei einer sexuellen Stimulation leichter zu Erektionen kommt, die auch länger gehalten werden können. Während dieser Phase kann es je nach Konstitution des betreffenden Mannes zu einer oder auch mehreren Erektionen und auch Ejakulationen kommen. Der Handelsname von Tadalafil ist Cialis, ein Arzneimittel, das von dem amerikanischen Pharmakonzern Lilly Pharma auf den Markt gebracht wurde. Eli Lilly ist seit 1960 auch in Deutschland vertreten, zunächst in Gießen und seit 1971mit Sitz im hessischen Bad Homburg vor der Höhe nahe Frankfurt am Main. Das Medikament ist seit 2002 in Deutschland und seit Ende 2003 in den USA als Arzneimittel gegen Erektionsstörungen zugelassen. Als solches ist es in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz sowie in einigen anderen Ländern verschreibungspflichtig.

3. Wann spricht man von einer erektilen Dysfunktion?

Erektionsstörungen werden auch als erektile Dysfunktion oder erektile Impotenz bezeichnet. Darunter versteht man die mangelnde Fähigkeit eines Mannes, Geschlechtsverkehr auszuüben, da das Glied nicht ausreichend steif wird beziehungsweise die Erektion nicht lange genug gehalten werden kann. Doch nicht jede Erektionsstörung ist gleich ein Krankheitsbild. Stattdessen geht man in der Medizin davon aus, dass eine erektile Dysfunktion erst dann vorliegt, wenn sie seit mindestens sechs Monaten oder länger auftritt. Erektionsstörungen sind keine Seltenheit, sondern treten bei jedem zweiten Mann ab dem 40. Lebensjahr zumindest zeitweise auf, wobei die Häufigkeit mit steigendem Lebensalter zunimmt. So liegt die Gesamtprävalenz der erektilen Dysfunktion bei Männern zwischen 30 und 80 Jahren bei rund 20 Prozent und steigt zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf bis zu 40 Prozent an. Ist die erektile Dysfunktion dauerhaft vorhanden, spricht man von einer primären Erektionsstörung, tritt sie hingegen nur in bestimmten Situationen und spontan auf, handelt es sich um eine sekundäre Erektionsstörung. Bisweilen kommen weitere sexuelle Funktionsstörungen hinzu, beispielsweise dass der Mann den Zeitpunkt eines Orgasmus nicht mehr kontrollieren kann und es zu einem vorzeitigen oder verzögerten Samenerguss kommt. Das eigentliche Problem einer erektilen Dysfunktion ist, dass sich diese bei vielen Männern stark auf das Selbstwertgefühl auswirkt, da sich die Betroffenen oftmals über ihre Erektionsfähigkeit definieren. Das kann zu einem großen Leidensdruck und zu einer echten Belastungsprobe in einer Partnerschaft werden und schlimmstenfalls in Depressionen münden. Doch Erektionsstörungen sind kein unabwendbares Schicksal. Stattdessen sollte man(n) zur Tat schreiten und einen Arzt aufsuchen, um eine eindeutige Diagnose zu erhalten und Maßnahmen ergreifen zu können.

4. Welche Ursachen können einer erektilen Dysfunktion zugrunde liegen?

Erektionsstörungen können sowohl organische als auch psychische Ursachen haben, wobei heutzutage von einer multifaktoriellen Genese der erektilen Dysfunktion ausgegangen wird, also dass mehrere Faktoren daran beteiligt sind. In der Hauptsache sind die Ursachen des überwiegenden Prozentsatzes der Männer organischer Natur und nur rund ein Drittel der Patienten leiden unter psychisch bedingten Erektionsstörungen. Je nach Schweregrad der vorhandenen Symptome wird zwischen einer leichten, mittelschweren und schweren erektilen Dysfunktion unterschieden. Das Risiko, an einer erektilen Dysfunktion zu erkranken, steigt zwar mit zunehmendem Alter, wobei das Alter selbst kein Risikofaktor ist. Stattdessen sind Erektionsstörungen oftmals eng mit anderen Erkrankungen verknüpft. So können sie beispielsweise ein Frühsymptom einer zugrunde liegenden Atherosklerose sein, die zu einer Degeneration spezifischer Nervenfasern führen kann, wovon sehr häufig Diabetiker oder Patienten mit Bluthochdruck betroffen sind. Auch eine Schädigung der Nerven beispielsweise durch multiple Sklerose, Operationen oder durch Rückenmarksverletzungen kann zu Erektionsstörungen führen. Gleiches gilt bezüglich eines unausgewogenen Hormonhaushalts, für eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse sowie bezüglich der Einnahme bestimmter Arzneimittel wie beispielsweise Antidepressiva. Auch ein übermäßiger Genuss von Nikotin, Alkohol und Drogen kann ursächlich für Erektionsstörungen sein.

5. Welche Rolle spielt das Alter als Ursache für eine erektile Dysfunktion?

Tatsächlich steigt das Risiko eines Mannes mit zunehmendem Alter, an Erektionsstörungen zu erkranken. Immerhin treten Erektionsstörungen bei jedem zweiten Mann ab dem 40. Lebensjahr zumindest zeitweise auf. Rund 20 Prozent der Männer sind in einem Alter zwischen 30 und 80 Jahren von einer erektilen Dysfunktion betroffen, und diese Zahl steigt auf bis zu 40 Prozent zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr an. Doch nicht das Alter ist der eigentliche Risikofaktor, auch wenn das Risiko, an einer erektilen Dysfunktion zu erkranken, parallel zum Lebensalter deutlich steigt. In den meisten Fällen gehen Erektionsstörungen Hand in Hand mit anderen Erkrankungen, so dass Erektionsstörungen nicht zwangsläufig mit dem Älterwerden in Verbindung stehen.

6. Wie kommt eine Erektion zustande?

Eine Erektion ist eine nicht vom Willen getragene Reaktion auf sexuelle Stimulation und sexuelle Erregung, bei der folgendes geschieht. Der Penis beinhaltet zwei sogenannte Kavernen, die auch Schwellkörper genannt werden. Sie sind reich an Blutgefäßen und weisen eine schwammartige Struktur auf. Während die Schwellkörper im Ruhezustand nur schwach mit Blut gefüllt sind, ändert sich das im Erregungszustand. Dann sendet das Gehirn Signale, die eine Erektion auslösen. Die Schwellkörper füllen sich mit Blut, indem sich die Arterien erweitern und das Blut wird durch den erhöhten Druck in das schwammartige Gewebe der Schwellkörper gepumpt. Die Schwellkörper wiederum sind von dem festen Bindegewebe der Schwellkörperwand umgeben, die die die venösen Gefäße im Penis komprimiert. Die für das Abströmen des Blutes verantwortlichen Blutgefäße, die Venen, werden auf diese Weise zusammengepresst. Der erhöhte Druck im Schwellkörper führt letztendlich zu einer Versteifung des Penis und dazu, dass er sich aufrichtet und so seine Bereitschaft für den Geschlechtsverkehr schafft. Insgesamt ist die physiologische Erektion ein sehr komplexer Vorgang und bedingt durch ein Zusammenspiel von Nerven, Blutgefäßen und Hormonen im Gehirn, im Rückenmark sowie im Becken.

7. Wie wird eine erektile Dysfunktion diagnostiziert?

Die wichtigste Informationsquelle, um eine erektile Dysfunktion als solche zu diagnostizieren, ist das Gespräch eines Arztes mit dem Betroffenen. Im Gespräch werden alle Beschwerden abgefragt und zusammengetragen. Dazu gehören auch Probleme beim Wasserlassen oder vorzeitige Samenergüsse, die begleitend auftreten können. Das Gespräch ist die entscheidende Basis für eine sorgfältige Diagnose. Manchmal kann es sinnvoll sein, die Lebenspartnerin oder den Lebenspartner in das Gespräch mit einzubinden, sofern der Betroffene das möchte. Eine Erektionsstörung kann eine Vielzahl von Ursachen haben, weshalb sich regelmäßig eine sorgfältige körperliche Untersuchung an das Gespräch anschließt ebenso wie eine Blutuntersuchung, die Aufschluss gibt über den Blutzuckerspiegel und den Hormonstatus. Gegen eine körperliche Ursache der Erektionsstörungen sprechen beispielsweise morgendliche spontane Erektionen oder solche, die während des Schlafs auftreten. Erst wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen werden können, werden psychische Ursachen in Betracht gezogen, die wiederum im Gespräch mit dem Arzt abgeklärt werden können.

Es gibt eine Reihe von verschiedenen Verfahren, die bei der Diagnose zum Einsatz kommen können. Dazu gehören beispielsweise die nachfolgenden Untersuchungen und Tests.

a. Neurologische Untersuchungen

Eine mögliche Ursache für Erektionsstörungen kann eine gestörte Nervenversorgung im Penis sein. Um diese Möglichkeit zu testen, können eine oder auch mehrere neurologische Untersuchungen durchgeführt werden, beispielsweise eine Elektromyographie oder eine Elektroneurographie.

b. Die Farb-Dopplersonographie

Die Farb-Dopplersonographie ist eine Form der Ultraschalluntersuchung, mit deren Hilfe der Arzt die Durchblutung eines Penis überprüfen und feststellen kann, ob die Erektionsstörungen möglicherweise durch eine Störung in den Blutgefäßen bedingt sind.

c. Die Kavernosographie

Manchmal ist eine Erektion auch deshalb nicht möglich, weil der Abfluss des Blutes über die Penis-Venen krankhaft gesteigert ist, beispielsweise wenn ein venöses Leck vorhanden ist. Um die Fließkraft innerhalb der Venen festzustellen, gibt es das Verfahren der Kavernosographie. Dabei wird dem Betroffenen in einem ersten Schritt ein Medikament in den Schwellkörper gespritzt, das eine Erektion auslöst. In einem zweiten Schritt bringt der Arzt ein Kontrastmittel in den Schwellkörper an, das mit Hilfe von Röntgenbildern in regelmäßigen kurzen zeitlichen Abständen den Abfluss des Blutes aus den Schwellkörpern sichtbar macht.

d. Der Schwellkörper-Injektionstest

Mit Hilfe des Schwellkörper-Injektionstestes, der auch als SKIT bezeichnet wird, überprüft der Arzt, ob die Erektionsstörungen gefäßbedingt sind oder nicht. Dazu spritzt er dem Betroffenen ein männliches Sexualhormon in den Penis-Schwellkörper. Auf diese Weise kommt es im Regelfall innerhalb kurzer Zeit zu einer Erektion. Hält diese länger an und reichen hierzu geringe Mengen des Sexualhormons aus, dann ist davon auszugehen, dass die Ursache für die Erektionsstörungen nicht gefäßbedingt ist.

8. Was ist ein PDE-5 Hemmer und welche Wirkung hat er?

Phosphodiesterase-5 oder auch PDE-5 ist der Name für eines der Enzyme, das die Phosphorsäureesterbindung in cyclisches Guanosinmonophosphat (cyclisches GMP oder cGMP) spaltet. CGMP ist ein zellulärer Botenstoff, der dafür verantwortlich ist, dass Signale in der Zelle weitergeleitet werden. Als solcher ist er unter anderem an der Regulation des Insulinspiegels und an der Entspannung der glatten Muskulatur der Blutgefäße beteiligt. Der Abbau von cGMP wird durch PDE-5 blockiert, was zu einer erhöhten Zufuhr von Blut in den Penisschwellkörper führt. Die medizinische Bedeutung der PDE-5-Hemmer besteht darin, dass sie kurzfristig die cGMP-Konzentration erhöhen, wodurch die Gefäßmuskulatur erschlafft und sich weitet, was zu einem vermehrten Zustrom von Blut und zu einer Erektion des Penis führt. Zu den PDE-5-Hemmern gehören neben dem Wirkstoff Tadalafil auch Sildenafil, dem in Viagra enthaltenen Wirkstoff, sowie Vardenafil.

9. Welche Inhaltsstoffe hat Cialis?

Das Arzneimittel Cialis gibt es in unterschiedlichen Packungsgrößen, nämlich Cialis 10 mg mit vier Filmtabletten sowie Cialis 20 mg mit vier beziehungsweise acht Filmtabletten. Zu den Bestandteilen von Cialis gehört in der Hauptsache der Wirkstoff Tadalafil. Dazu kommen eine Reihe von Hilfsstoffen im Tablettenkern, zu denen Lactose-Monohydrat und Croscarmellose-Natrium, Hyprolose und mikrokristalline Cellulose sowie Natriumdodecylsulfat und Magnesiumstearat gehören. Im Filmüberzug sind außerdem Lactose-Monohydrat und Hypromellose, Triacetin und Titandioxid sowie Eisenoxidhydrat und Talkum enthalten.

10. Wie ist die Wirkungsweise von Tadalafil belegt?

Tadalafil ist als Arzneimittel in Deutschland zur Behandlung von Erektionsstörungen, die im medizinischen Fachjargon als erektile Dysfunktion bezeichnet werden, zugelassen. Cialis heißt das Medikament mit dem Wirkstoff Tadalafil, das in Deutschland verschreibungspflichtig ist, weshalb ein vorheriger Arztbesuch unabdingbar ist. Um als Arzneimittel auf dem deutschen Markt zugelassen zu werden, muss ein Arzneimittel hinsichtlich seiner Wirksamkeit und seiner pharmazeutischen Qualität ein gesetzlich vorgeschriebenes Zulassungsverfahren durchlaufen. Die dafür notwendigen Unterlagen werden von dem pharmazeutischen Unternehmen eingereicht, das das Medikament auf den Markt bringen möchte. Zu diesen Unterlagen gehören analytische, klinische sowie pharmakologisch-toxikologische Prüfungen sowie Sachverständigengutachten, die die Wirkungsweise belegen. Teil der Zulassungsunterlagen sind unter anderem auch Gebrauchs- und Fachinformationen sowie Kennzeichnungstexte und Angaben zu den Packungsgrößen. Die rechtliche Grundlage für die Zulassung eines Medikamentes in Deutschland ist § 21 Abs. 1 AMG (Arzneimittelgesetz), das in den §§ 22 bis 24 die Anforderungen an die Zulassungsunterlagen normiert.

Darüber hinaus wurde die Wirkung von Tadalafil in verschiedenen Studien getestet, was insbesondere hinsichtlich der Dosierung gilt. Dabei wurde die optimale Wirkung von Tadalafil in der Dosierung von 20 mg bestätigt, bei der in den meisten Fällen eine Erektion und ein zufriedenstellender Geschlechtsverkehr bestätigt wurden, wobei auch ein Teil der Probanten dasselbe Ergebnis mit einer Dosierung von nur 10 mg Tadalafil erzielten. In Studien belegt wurde auch die lange Halbwertszeit von Tadalafil von 17,5 Stunden, die ein entscheidender Vorteil gegenüber den Konkurrenten wie beispielsweise Viagra darstellt und zu einer klinischen Wirksamkeit von mindestens einem Tag bis zu zwei Tagen sicherstellt. Das hat für die Betroffenen den positiven Effekt, dass sie den Sex weniger planen müssen, dass der psychische Druck weicht und einer weitgehenden Spontaneität Platz macht.

11. Für wen ist Tadalafil das richtige Produkt?

Der Wirkstoff Tadalafil ist nur für die Anwendung bei Männern zugelassen und insoweit für Frauen sowie für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht geeignet. Das Medikament Cialis mit dem Wirkstoff Tadalafil ist für Männer gedacht, die unter Erektionsstörungen, also an einer erektilen Dysfunktion leiden. Allerdings gibt es eine Reihe von Ausschlussgründen, bei denen die Einnahme von Tadalafil unterbleiben sollte. Dazu gehören unter anderem

– eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Tadalafil
– die gleichzeitige Einnahme von Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten oder gefäßerweiternde Mittel auf Nitro-Basis, da es zu einem starken Abfall des Blutdruckes kommen kann
– bei Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, beispielsweise einer instabilen Angina Pectoris, einer schweren Herzinsuffiziens, einer instabilen Angina Pectoris, nach einem weniger als sechs Monate zurückliegenden Schlaganfall beziehungsweise weniger als drei Monate zurückliegenden Herzinfarkt
– bei schweren Nieren- oder Leberfunktionsstörungen,
– bei niedrigem Blutdruck
– bei erblichen Erkrankungen der Augennetzhaut
– bei arteriellen Durchblutungsstörungen
– bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren
– bei Störungen der Blutgerinnung
– bei Sichelzellenanämie oder bestimmten Formen von Blutkrebs und
– bei anatomischen Missbildungen des Penis.

Wer sich für die Einnahme von Tadalafil entscheidet, sollte auf zusätzlich Sexual-Stimulanzien verzichten, da es möglicherweise zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen kann.

12. Was leistet Tadalafil und was nicht?

Es ist wichtig bezüglich der Einnahme von Tadalafil zu wissen, dass es sich bei diesem Wirkstoff um einen PDE-5-Hemmer handelt. Das bedeutet, dass Tadalafil lediglich die Fähigkeit zu einer Erektion erhöht, nicht aber die sexuelle Lust und die damit einhergehende sexuelle Erregung. Insoweit wäre es nicht richtig, Tadalafil als bloßes Potenzmittel zu beschreiben. Als Medikament hat sich Cialis bei einer erektilen Dysfunktion bewährt sowie bei Erektionsstörungen, die durch psychische Ursachen bedingt sind. Eine vor dem Geschlechtsverkehr eingenommene fettreiche Mahlzeit kann die Wirkung von Tadalafil und damit den gewünschten Effekt verzögern. Ansonsten wird die Wirkung bei gleichzeitiger Aufnahme von Nahrung und durch den maßvollen Genuss von Alkohol nicht eingeschränkt.

13. Wie wird Tadalafil dosiert?

Die empfohlene Dosierung von Tadalafil beträgt 10 mg. Tritt die gewünschte Wirkung nicht ein, kann sie auf 20 mg erhöht werden. Die Einnahme erfolgt unabhängig von den Mahlzeiten oder auch währenddessen 30 Minuten vor der sexuellen Aktivität. Aufgrund der langen Wirkungsdauer von Tadalafil kann die Einnahme auch auf bis zu 12 Stunden vor dem Geschlechtsverkehr erfolgen. Dieser großzügige zeitliche Rahmen ist in der langen Wirkungsdauer von Tadalafil begründet, die bis zu 24 oder sogar bis zu 36 Stunden anhält. Bei den Dosierungen von 10 mg beziehungsweise 20 mg wird von einer regelmäßigen oder täglichen Einnahme abgeraten. Anders verhält es sich, wenn die Dosierung auf 5 mg reduziert wird. Diese Menge ist für eine Konstanztherapie geeignet, bei der der Wirkstoff rund um die Uhr im Körper vorhanden ist, wodurch der psychische Druck beseitigt wird und spontane sexuelle Aktivitäten möglich werden.

14. Wann wird Tadalafil eingenommen?

Tadalafil wird 30 Minuten vor der sexuellen Aktivität eingenommen, wobei der Einnahmezeitpunkt auch bis zu 12 Stunden vorverlagert werden kann. In Studien wurde festgestellt, dass die Wirkung teilweise schon nach einer Viertelstunde einsetzen kann. Das liegt an der im Vergleich zu anderen Potenzmitteln sehr langen Wirkungsdauer von Tadalafil, die sich auf bis zu 36 Stunden erstrecken kann. Aufgrund dieses großen zeitlichen Rahmens reduziert sich der psychische Druck für den Betroffenen hinsichtlich seiner sexuellen Leistungsfähigkeit und es bleibt Raum für spontanere sexuelle Aktivitäten.

15. Welche Vorteile hat Tadalafil gegenüber anderen Potenzmitteln?

Der Wirkstoff Tadalafil unterscheidet sich deutlich in seiner Struktur und Wirkungsweise von der Vorläufersubstanz Sildanifil, die in Viagra enthalten ist. Der entscheidende Vorteil von Tadalafil gegenüber dem Konkurrenten liegt in der sehr langen Halbwertszeit von in Studien nachgewiesenen 17,5 Stunden, während auf Viagra gerade einmal knapp 4 Stunden entfallen. Daraus ergibt sich eine klinische Wirksamkeit von Tadalafil von mindestens einem Tag bis zu zwei Tagen, was in betreuten Studien nachgewiesen wurde. Für die Betroffenen hat das den Vorteil, sexuelle Aktivitäten weniger planen zu müssen und dass der zuvor vorhandene psychische Druck einer weitgehenden spontanen Sexualität weicht. Forschungsergebnissen zufolge erreicht Tadalafil sein Konzentrationsmaximum im Blut nach etwa zwei Stunden, wobei eine erste Erektion bereits nach 16 Minuten beobachtet werden konnte. Anders als bei Viagra verzögert sich die Resorption bei einer Einnahme von Tadalafil während einer Mahlzeit nicht, und auch mäßiger Alkoholgenuss beeinträchtigt die Wirkung nicht, so dass Dank Cialis auch romantische Dinner möglich sind.

16. Welche Nebenwirkungen kann Tadalafil auslösen?

Am häufigsten wurden bei Studien Kopfschmerzen als mögliche Nebenwirkung von Tadalafil genannt, die allerdings mit fortschreitender Behandlung abgenommen haben. Manchmal kommt es auch zu Verdauungsstörungen und hier insbesondere zu Sodbrennen. Der Grund liegt daran, dass PDE-5-Hemmer nicht nur die Muskeln an den Schwellkörpern relaxieren, sondern oftmals auch den Mageneingangspförtner, wodurch es zu häufigerem Reflux und eben auch zu Sodbrennen kommen kann. Nur wenige der Studienteilnehmer klagten über eine verstopfte Nase, über eine Rötung des Gesichtes oder Rücken- beziehungsweise Muskelschmerzen. Anders als bei anderen Potenzmitteln wurden bei der Einnahme von Tadalafil kaum Sehstörungen als Nebenwirkungen festgestellt. Ebenfalls eher selten kommt es zu Herz-Kreislauf-Störungen, wobei insbesondere ein Abfall des Blutdruckes gemeint ist. Manche Männer berichteten in Studien von länger andauernden Muskelschmerzen, von einem zeitweiligen Hörverlust sowie von leichtem Schwindel, Tinnitus, von einem trockenen Rachen oder auch von Müdigkeit.

Erfahren Sie hier mehr über mögliche Nebenwirkungen von Tadalafil.

17. Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Substanzen?

Mittel gegen Pilzerkrankungen wie beispielsweise Ketoconazol oder Itraconazol beeinflussen den Leberstoffwechsel und können die Wirkung Tadalafil verstärken und möglicherweise die Intensität der Nebenwirkungen erhöhen. Gleiches gilt für das Medikament Erythromycin zur Behandlung bakterieller Infektionen sowie für die Wirkstoffe Cimetidin und Ritonavir, die zur Behandlung einer HIV-Infektion eingesetzt werden. Bei gleichzeitiger Einnahme von gefäßerweiternden Medikamenten auf Nitro-Basis oder Alpha-Sympatholytika kann es ebenfalls zu einer gegenseitigen Wirkungsverstärkung kann mit der Folge, dass der Blutdruck stark abfällt und dass es zu Störungen der Blutgerinnung sowie einer Erhöhung der Herzfrequenz kommt, weshalb von einer gleichzeitigen Einnahme mit Tadalafil unbedingt abgeraten wird. Auch der ansonsten harmlose Grapefruitsaft kann im Zusammenspiel mit Tadalafil zu einer Verstärkung möglicher Nebenwirkungen führen, da Grapefruitsaft den Abbau von Tadalafil im Körper verhindert.

18. Wann sollte Tadalafil nicht eingenommen werden (Kontraindikationen)?

Es gibt einige Erkrankungen, die gegen die Einnahme eines PDE-5-Hemmers sprechen. Dies gilt insbesondere für Männer, die erst vor kurzem einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben und auf die Einnahme eines Potenzmittels verzichten sollten. Gleiches gilt für Patienten mit einer schweren Herzschwäche, einem zu niedrigen Blutdruck mit einem Systolenwert unter 90 mmHg, bei schweren Nieren- und Leberfunktionsstörungen sowie einer erblichen Erkrankung der Augennetzhaut. Auch bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte auf die Einnahme von Tadalafil verzichtet werden. Dieser Verzicht gilt unter anderem bei einer instabilen Angina Pectoris oder bei Herzrhythmusstörungen. Vorsicht ist auch angeraten bei schweren arteriellen Durchblutungsstörungen und hier insbesondere im Bereich der Hauptschlagader sowie bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren. Eine ärztliche Untersuchung ist in allen Fällen vor der Einnahme von Tadalafil angeraten, was auch für Patienten mit Störungen der Blutgerinnung, mit einer Sichelzellenanämie sowie mit bestimmten Formen von Blutkrebs und anatomischen Missbildungen des Penis gilt.

19. Wie wird Tadalafil eingenommen?

Der empfohlene Einnahmezeitpunkt für Tadalafil ist mindestens 30 Minuten vor dem gewünschten Geschlechtsverkehr. Aufgrund der langen Wirkungsdauer von Cialis, die bis zu 36 Stunden betragen kann, kann der Zeitpunkt der Einnahme auf bis zu 12 Stunden vorverlegt werden. Die Wirkung von Tadalafil ist unabhängig von der Einnahme einer Mahlzeit oder von mäßigem Alkoholgenuss, wobei bei schwer verdaulichem oder sehr fettreichem Essen die Wirkung vermindert werden kann. Der Zeitpunkt der höchsten Konzentration im Blutplasma tritt bei Cialis nach rund 2 Stunden ein. Nach rund 17,5 Stunden ist die Halbwertszeit erreicht. Das ist die Zeit, bei der jeweils die Hälfte des Wirkstoffs abgebaut ist.

20. Wie erreiche ich die optimale Wirkung bei der Einnahme von Tadalafil?

Es gibt dennoch Patienten, bei denen die Behandlung mit Cialis erfolglos bleibt und die in der Fachliteratur Non-Responder genannt werden. Nicht immer bedeutet eine ausbleibende Wirkung, dass die Behandlung mit Cialis für den Patienten nicht geeignet ist. Stattdessen liegt es häufig an einer fehlerhaften Einnahme des PDE-5-Hemmers. Insoweit ist es wichtig, auf die nachfolgenden Punkte zu achten, um eine optimale Wirkung zu erzielen.

– Die Wirkung von Tadalafil kann unter Umständen durch schwerverdauliche oder fettreiche Mahlzeiten abgeschwächt oder verzögert werden, weshalb es dann sinnvoll ist, einen zeitlichen Abstand von rund 2 Stunden zwischen dieser Mahlzeit und der Medikamenteneinnahme zu lassen.
– Aufgrund der eingeschränkten Erektionsfähigkeit wird der eine oder andere Mann trotz der Einnahme von Tadalafil von Stress und Versagensängsten geplagt. Insoweit ist es hilfreich, eine Atmosphäre der Entspannung und des Vertrauens zu schaffen, die unterstützt werden kann durch ein Glas Sekt oder Wein. Es kann deshalb sinnvoll sein, die Wirkung von Tadalafil zunächst allein durch Selbstbefriedigung und mit ausreichender Stimulation auszuprobieren.
– Da sich die Wirkung von Tadalafil bereits nach 30 Minuten entfaltet und bis zu 36 Stunden anhält, besteht kein Grund zur Eile.
– Eine schwache Erektion kann auch bei zu schwacher sexueller Erregung auftreten. Deshalb ist es wichtig, auch tatsächlich sexuelle Lust zu empfinden und nicht Geschlechtsverkehr zu haben, weil es gerade vom Anderen erwartet wird.
– Sofern die anfängliche Dosierung von Cialis nicht in dem gewünschten Maß wirkt, kann die Dosierung in Absprache mit einem Arzt von zunächst 10 mg auch auf 20 mg gesteigert werden.
– Während bei manchen Männern Cialis bereits bei der ersten Anwendung die volle Wirkung entfaltet, tritt bei anderen Männern die befriedigende Wirkung erst nach einer sechs- bis achtmaligen Einnahme ein. Erst wenn auch dann die gewünschte Wirkung ausbleibt, ist davon auszugehen, dass das Medikament nicht wirkt.

In Studien wurden nachgewiesen, dass ein großer Teil der sogenannten Non-Responder bei Beachtung dieser Regeln eine befriedigende Erektion erreichen konnten.